Das bayerische Familienunternehmen Trob fertigt hochspezialisierte Präzisionsteile aus Hartmetall, in kleinen Auflagen und in einer Güte, die schwer herzustellen ist. Gewünscht war eine neue Website. Davor standen zwei Fragen, ohne deren Antwort sich keine bauen ließ: Wie zeigt man dieses Handwerk auf einer Website überhaupt? Und wen will man damit erreichen? Verkauft wurde bis dahin im direkten Kontakt – da stellt sich die Frage nach der Zielgruppe nie.


Ich habe deshalb nicht mit Gestaltung angefangen. Zuerst eine Recherche zu nationalen und internationalen Marktteilnehmern, um das Feld zu kennen. Dann mehrere Workshops mit der Belegschaft, für eine einzige Frage: Wie beschreibt ihr selbst, was ihr tut, und worum geht es dabei? Aus diesen Antworten sind Zielgruppen, Markenwerte, Produktgruppen und das Kundenversprechen entstanden – und daraus die Inhalte der Kommunikation.
Das Design baut ausschließlich auf dem auf, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesagt haben. Bildsprache und Darstellung haben sich im Prozess weitgehend von selbst ergeben, weil vorher feststand, wovon sie handeln. Das ist die Reihenfolge, die ich für die richtige halte: erst wissen, was zu sagen ist, dann sehen, wie es aussehen muss.
Der Stoff lag die ganze Zeit im Haus, er war nur nie aufgeschrieben. Das ist bei Betrieben, die ihr Fach beherrschen, fast immer so – es fehlt die Beschreibung, nicht die Substanz.
In der Metallverarbeitung gab es damals keine Website, die so über das Handwerk und seine Herstellung spricht, und ich kenne bis heute keine. Es ist ein hochtechnischer Bereich, der mit Kommunikation wenig zu tun haben will. Trob steht dort seither vorn: Ein anderer Hersteller aus demselben Feld hat sich 2025 bei mir gemeldet – mit der Begründung, Trob habe im Branchenvergleich immer noch mit Abstand die beste Website.

