Die Hydromel-Serie von Ballot-Flurin gab es schon lange, und sie war der Firma immer ein besonderes Projekt – nur sah man das den Flaschen nicht an. Sechs Sorten, sechs völlig verschieden gestaltete Etiketten, keine gemeinsame Idee dahinter und drucktechnisch nicht auf der Höhe dessen, was drin war. Was fehlte, war keine Gestaltung. Es fehlte eine Entscheidung, wovon die Serie erzählt.
Ich habe recherchiert, welche Blüte in welcher Cuvée den Ausschlag gibt – welche Pflanze die Bienen für diese Sorte vor allem angeflogen haben. Diese Blüte ist das Motiv, je Sorte eine. Gestaltet sind sie in der Tradition der Photogramme von László Moholy-Nagy am Bauhaus, aber es sind keine fotografischen Aufnahmen: Es sind KI-Bilder, über Anweisungen so weit geführt, bis sie wie Photogramme aussehen.
Damit hat die Serie zum ersten Mal ein gemeinsames Prinzip: sechs Etiketten, ein Verfahren, und jedes erzählt, woher sein Inhalt kommt.
Es blieb bei dieser einen Serie, und sie kommt an: In französischen Weinshops wird sie gerne präsentiert, und bei der Fashion Week in Paris hat ein Anbieter diese Flaschen für seinen Ausschank gewählt – wegen der Gestaltung und wegen dem, was darin ist.
